Winterbaby - schwanger im Winter

November 9, 2020 | Mutter & Kind

Winterbaby - schwanger im Winter

Eine Schwangerschaft und die Zeit danach, wenn das Kind auf der Welt ist, läuft doch im Prinzip immer ähnlich oder gleich ab, oder? Das sieht wohl nur bei einem sehr oberflächlichen Blick auf das Thema so aus. Die Realität ist um einiges differenzierter. Nicht nur ist jede Frau und jedes Kind ein ganz spezieller Charakter sondern auch jede Geburt findet in einer ganz konkreten Situation und unter bestimmten Rahmenbedingungen statt. Bei diesen spielt auch die Jahreszeit eine wichtige Rolle. Es gibt viele Dinge und Handlungsempfehlungen, die für jede Frau und ihr Baby sehr hilfreich sind. Wenn aber ein in den klirrend kalten Monaten Dezember, Jänner oder Februar ein Winterbaby zur Welt kommt, dann gibt es natürlich einiges zu beachten.

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SnowflakeSchwanger in der kalten Jahreszeit

Vor der Geburt eines Winterbabys erlebt die werdende Mama die finale Phase der Schwangerschaft bereits wenn draußen Kälte herrscht. Es gilt Dinge zu bedenken, die sich in anderen Jahreszeiten nicht stellen. Zum Beispiel Glatteisgefahr. Vorsicht ist deshalb sowohl bei Spaziergängen wegen erhöhter Sturzgefahr als auch beim bevorstehenden Transport zur Geburt ins Krankenhaus geboten. Aber auch der Schutz vor Erkältungen ist zu dieser Zeit unter den speziellen Umständen einer Schwangerschaft besonders wichtig. Warme und bequeme Kleidung sorgt dafür, dass der Körper und besonders Kopf und Füße warm bleiben. Ein warmer Tee kann das Wohlbefinden steigern, jedoch sollte mit Ärztin oder Hebamme abgeklärt werden, welche Sorten nicht wehenfördernd sind. Beheizte Räume trocknen die Haut aus. Daher ist die Pflege mit Cremen in den Wintermonaten besonders wichtig, damit die Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt wird und zum Beispiel Dehnungsstreifen vorgebeugt wird.

 

SnowflakeDas Winterbaby im Haus oder in der Wohnung

Oft wird unterschätzt, dass es im Inneren von Gebäuden im Winter durch das Heizen oft wärmer ist als den Rest des Jahres. Die ideale Raumtemperatur für den Schlaf eines Babys im Schlafsack liegt aber auch in den Wintermonaten zwischen 16 und 18°C. Von zusätzlichen Decken und übermäßigem Heizen ist abzuraten. Ob dem Baby kalt oder heiß ist, lässt sich am besten am Nacken oder zwischen den Schulterblättern erfühlen. Hier soll es weder kalt sein noch schwitzen. Zu trockener Luft kann durch Wasserschalen auf den Heizkörpern oder regelmäßig gereinigten Luftbefeuchtern entgegengewirkt werden. Auch ein Winterbaby möchte nicht immer eingepackt sein. Ein Heizstrahler über dem Wickeltisch ermöglicht ein angenehmes freies Strampeln, das so auch mal ein wenig länger dauern kann und Freude macht.

 

SnowflakeDas Winterbaby im Freien

Wenn man sich mit einem Baby im Winter draußen bewegt, ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Schließlich kann das Kleine noch nicht selbst mitteilen, wenn es zum Beispiel zu kalt und daher unangenehm ist. Außerdem kann ein Baby über das Köpfchen sehr leicht Wärme verlieren, weil es im Verhältnis zum Körper recht groß ist. Darüberhinaus hat ein Neugeborenes noch kein isolierendes Unterfettgewebe, das Wärme speichern könnte. Eine Haube oder Mütze gehört beim Rausgehen zum Anziehen des Winterbabys also jedenfalls dazu! Für den Rest des Körpers gilt das klassische Zwiebelsystem. Das bedeutet mehrere Kleidungsschichten, die nach Bedarf auch wieder ausgezogen werden können. Für die empfindlichen Füße bieten sich zum Beispiel Wollsocken an. Im Kinderwagen kann man zusätzlich auf einen Fußsack aus Schaffell oder Daunen zurückgreifen.

 

SnowflakeVitamin D

Für die Zahnbildung, Muskulatur, den Knochenaufbau und noch vieles mehr benötigt ein Baby Vitamin D. Dieses wird aber nur in ganz geringem Maße über Nahrungsmittel aufgenommen. Hauptsächlich wird es durch Sonnenbestrahlung der Haut gebildet. In Österreich oder Deutschland zeigt sich die Sonne in den Wintermonaten jedoch recht wenig und wenn man rausgeht, denn eben dick eingepackt. Es kann also leicht zu einem Mangel an Vitamin D kommen. Dies kann bis hin zur Krankheit Rachitis führen. Daher sollte man mit dem Kinderarzt oder der Hebamme über dieses Thema sprechen. Diese können in der individuellen Situation eine Empfehlung darüber abgeben ob und wenn ja in welcher Dosis und Form eine Supplementation von Vitamin D anzuraten ist.

 

SnowflakeBabyhaut im Winter

Die Haut von Erwachsenen ist etwa fünf Mal dicker als jene von Säuglingen. Die empfindliche Haut eines Babys muss also vor der Kälte besonders geschützt werden. Dies gelingt am besten mit fetthaltigen Cremen. Besonders gut eignen sich Wind- und Wetterschutzcremes, die weniger Wasser enthalten und nach dem Aufenthalt in der Kälte wieder abgewischt werden. Man darf sich von der Kälte nicht täuschen lassen und muss daran denken, dass auch Sonnenschutz im Winter sehr wichtig sein kann. Wenn die Sonne stark scheint kann diese etwa vom Schnee noch zusätzlich reflektiert werden und die Belastung steigen. Eine für Kinder geeignete Sonnencreme gehört also zur Grundausstattung. Und zu guter Letzt die Lippen nicht vergessen. Trockene Lippen trocknen durch Speichel des Babys nur noch mehr. Am besten verwendet man hier eine rückfettende Kinder-Pflegecreme.

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