Pink Ribbon - Was sagt uns die rosa Schleife?

October 6, 2021 | Gesundheit

Pink Ribbon - Was sagt uns die rosa Schleife?

Jedes Jahr im Herbst sieht man sie allerorts. Kleine rosa Schleifen sind das Symbol der Pink Ribbon Aktion, die den Zweck hat, die Krebsvorsorge von Frauen bekannt zu machen und auf deren Wichtigkeit aufmerksam zu machen. Gleichzeitig steht Pink Ribbon als Ausdruck für Solidarität mit jenen Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Dass im Jahr 2020 in Österreich ca. 41.000 Frauen weniger eine Mammografie in Anspruch genommen haben, zeigt die Notwendigkeit solcher Initiativen. Bedarf an Information und Aufklärung über Brustkrebs ist also gegeben.

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Früherkennung durch Vorsorge

Ein gesunder Lebensstil ist auch Vorsorge gegen Brustkrebs. Dennoch ist es schwierig die genauen Faktoren zu finden, die die Entstehung von Brustkrebs verhindern können. Aus diesem Grund ist es ein wichtiges Ziel der Pink Ribbon Aktion, die Früherkennung von Brustkrebs zu fördern. Es ist erwiesen, dass eine frühere Erkennung einen besseren Krankheitsverlauf, eine höhere Erfolgsquote der Behandlung, höhere Lebensqualität und einen niedrigere Sterberate nach sich zieht. Im Sinne der Prävention ist es wichtig, dass vor allem gesunde Frauen Wissen über mögliche Erkrankungen vermittelt und zur Verfügung gestellt bekommen.

 

Eigene Achtsamkeit hilft

Etwa 80 Prozent der Mammakarzinome werden durch die betroffenen Frauen selbst durch Abtasten erkannt. Daher ist ein achtsamer Umgang mit der eigenen Brust ein wesentlicher Bestandteil der Brustkrebsvorsorge. Eine Frau kann ihre Brust am besten kennen und Veränderungen früh feststellen. Dabei ist es aber auch wesentlich zu wissen, dass nicht jede Veränderung gleich auf eine Krebserkrankung schließen lässt. Doch ist es sehr zu empfehlen, im Verdachtsfall rasch mit der Ärztin oder dem Arzt des Vertrauens Rücksprache zu halten. Der beste Zeitpunkt einer Selbstabtastung ist zum Ende der Regelblutung bzw. in der ersten Woche nach dem Zyklus, weil das Brustgewebe dann weicher ist. Nach den Wechseljahren ist der Zeitpunkt beliebig. Auf folgendes sollte man in jedem Fall achten:

 

  • Schmerzen an einer Stelle der Brust
  • Knötchen in der Achselhöhle oder der Brust oder im Bereich über der Brust
  • wenn die Haut wie Orangenhaut aussieht oder anschwillt
  • Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze
  • Veränderungen der Brustwarze
  • die Größe der Brust verändert sich
  • eine Brust verformt sich beim Heben der Arme anders als die andere
  • Hautrötungen, die nicht abklingen

 

 

Im Verdachtsfall keine Panik

Wenn eine Frau durch Selbstabtastung oder sonstige Wahrnehmung den Verdacht einer besorgniserregenden Veränderung in der Brust hat, dann ist der Arztbesuch unbedingt anzuraten. Eine ärztliche Tastuntersuchung kann bereits mehr Klarheit bringen. In unserem Gesundheitssystem stehen umfangreiche Untersuchungsmethoden zur Verfügung, die letztlich eine Diagnose ermöglichen. Eine davon ist die Mammografie. Unabhängig vom Verdachtsfall hat in Österreich jede Frau ab 40 alle zwei Jahre Anspruch auf eine solche Röntgenuntersuchung. Diese kann, wenn nötig durch eine Ultraschall-Untersuchung oder eine Magnetresonanz-Tomografie (MRT) ergänzt werden. Sollte durch ärztliche Untersuchungen eine bedenkliche Veränderung festgestellt werden, dann kann ausschließlich durch eine Gewebeentnahme (Biopsie) geklärt werden, ob die Veränderung gut- oder bösartig ist.

 

 

Gesunder Lebensstil als Prävention

Es gibt einige Risikofaktoren für Brustkrebs. Es spielt das Alter eine Rolle, Hormone, Ernährung, Bewegung und auch Vererbung in der Familie. Hier wird deutlich, dass keinesfalls alle diese Risiken selbst beeinflusst werden können. Ein gesunder Lebensstil hilft aber nicht nur das Risiko von Krankheiten wie Herz-Kreislauf oder Stoffwechselerkrankungen zu verringern, sondern kann eben auch das Brustkrebs-Risiko senken. Der Stand des heutigen Wissens erlaubt jedoch Empfehlungen zum Verhalten im Sinne der Brustkrebs-Prävention:

 

  • Vermeidung von Übergewicht
  • Ausgewogene Ernährung (reich an pflanzlichen Lebensmitteln)
  • Möglichst geringer Konsum von Alkohol und Tabakwaren
  • Wenn man ein Kind bekommt, wirkt sich Stillen positiv aus
  • Regelmäßige Bewegung

 

 

Brustkrebs betrifft auch das Umfeld

Die Pink Ribbon Aktion will nicht nur Frauen erreichen, damit diese im Sinne der Früherkennung von Brustkrebs handeln, sondern auch das potentielle Umfeld von Betroffenen (auch Männer können übrigens an Brustkrebs erkranken). Wenn eine Frau an Brustkrebs erkrankt ist, dann reagiert das Umfeld, also Partner, Eltern, Familie, Kinder, etc. mit dem Wunsch zu helfen. Doch das muss nicht immer gewünscht sein. Vom Umfeld wird vor allem eines benötigt: Verständnis. Eine betroffene Frau findet sich von einem Tag auf den anderen in einer völlig neuen Lebenssituation und ist oft starken Stimmungsschwankungen ausgesetzt. Auch wenn es manchmal schwierig ist, können es Familie, Freunde und Bekannte schaffen, mit starker Rücksicht auf die Bedürfnisse der betroffenen Frau eine echte Stütze sein.

 

 

Wichtige Fakten zu Brustkrebs

  • Mammakarzinome gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen der Welt. Jährlich sind es mehr als eine Million Diagnosen.
  • Statistisch wird eine von zehn Frauen in ihrem Leben mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert.
  • In Österreich erkranken jedes Jahr mehr als 5.000 Frauen an Brustkrebs.
  • Die Überlebensrate (auf zehn Jahre) beträgt in Industrienationen 82%.
  • Die Lebenserwartung von Frauen war noch nie so hoch wie heute.
  • Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, jedoch deutlich seltener.
  • Brustkrebs tritt häufiger in der linken als in der rechten Brust auf.

Dieser Text  ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt und  darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens!